Das gemütliche Kambodscha hinter uns lassend kommen wir abends in Ho-Chi-Minh-City ("Saigon") an: umgeben von Wolkenkratzern, riesigen Menschenmengen, Autohupen, schreienden Verkäufern und unangenehm aufdringlichen Taxifahren, die einen für Wucherpreise ins angemietete Appartement fahren wollen, suchen wir den Busbahnhof. Er soll sich 600 m von hier befinden, aber wir finden keinen Bus. Die Infos, die wir bekommen, sind widersprüchlich. „Geradeaus“, „nach rechts!“, „nein, jetzt fährt kein Bus mehr …“ jeder sagt etwas anderes. Google Maps ist zu ungenau und so laufen wir mit den schweren Rucksäcken auf dem Rücken mehr als eine Stunde durch die Gegend, bis wir entnervt aufgeben und und ins nächste Taxi steigen.
Der Abendverkehr stockt, es geht kaum vorwärts, nur der Taxifahrer hat gute Laune und singt sich mit Inbrunst durch seine Playlist vietnamesischer Schlager, die an Kitsch nicht zu übertreffen sind.
Zwischendurch ruft der Vermieter an und fragt, wo wir bleiben. Zumindest glauben wir, dass er das fragt, denn er benutzt eine Übersetzungssoftware während dem Telefonieren, und so sprechen immer zwei Stimmen gleichzeitig mit uns, was einen total verrückt macht.
Ja, wir sind komplett reizüberflutet!
Endlich landen wir vor einem riesigen Gebäude, wo uns im 19. Stock der Besitzer des angemieteten Appartements die Vorzüge seiner Miniwohnung anpreist. Es gibt sogar eine Küchenzeile und eine Waschmaschine mit Trockner. Letzteres hatte bei der Wahl den Ausschlag gegeben, denn Backpackers Dauerproblem ist: alle Klamotten sind durchgeschwitzt!
So sitzen wir nachts am Fenster und starren auf die leuchtende Betonfassade, übereinander liegenden Strassen und strahlende Werbung auf riesigen Screens und kommen uns mit dem asiatischen Singsang im Background vor wie bei „Blade Runner“.
Da jedes der Hochhäuser im Erdgeschoss über Supermärkte und Restaurants verfügt, brauchen wir gar nicht vor die Tür zu gehen. Billige Fertiggerichte für die Mikrowelle gibt es hier regalweise, ein rasend schnelles WLAN dazu und fertig ist das moderne Leben. Das WLAN Passwort heisst übrigens „Dreamhouse“ – in Vietnam scheint man schlecht zu schlafen!
Von jeglicher Natur abgeschnitten sitzen gerade Millionen von Vietnamesen in ihren Hochhäusern und lassen sich vom Internet berieseln. Satellitenfernsehen gibt es hier nicht mehr, stattdessen Smart-TV (ohne TV), wo man sich allenfalls kurze Nachrichtenschnipsel zu Themen wie Science, Politics oder World vorspielen lassen kann. Wozu Ausführlichkeit oder Hintergrundwissen? Nachrichten gehen auch schnell konsumierbar im Tic-Toc-Format.
Fernsehen war gestern, es herrsche die Dystopie!

Morgen gehen wir die Stadt besichtigen: das alte Postamt, Museen, ich könnte auch eine neue Hose gebrauchen und in Vietnam werden mittlerweile die meisten Jeans hergestellt.
Bis dahin haben wir uns auch akklimatisiert ...
Hier geht's weiter ...
Der Abendverkehr stockt, es geht kaum vorwärts, nur der Taxifahrer hat gute Laune und singt sich mit Inbrunst durch seine Playlist vietnamesischer Schlager, die an Kitsch nicht zu übertreffen sind.
Zwischendurch ruft der Vermieter an und fragt, wo wir bleiben. Zumindest glauben wir, dass er das fragt, denn er benutzt eine Übersetzungssoftware während dem Telefonieren, und so sprechen immer zwei Stimmen gleichzeitig mit uns, was einen total verrückt macht.
Ja, wir sind komplett reizüberflutet!

Endlich landen wir vor einem riesigen Gebäude, wo uns im 19. Stock der Besitzer des angemieteten Appartements die Vorzüge seiner Miniwohnung anpreist. Es gibt sogar eine Küchenzeile und eine Waschmaschine mit Trockner. Letzteres hatte bei der Wahl den Ausschlag gegeben, denn Backpackers Dauerproblem ist: alle Klamotten sind durchgeschwitzt!
So sitzen wir nachts am Fenster und starren auf die leuchtende Betonfassade, übereinander liegenden Strassen und strahlende Werbung auf riesigen Screens und kommen uns mit dem asiatischen Singsang im Background vor wie bei „Blade Runner“.

Da jedes der Hochhäuser im Erdgeschoss über Supermärkte und Restaurants verfügt, brauchen wir gar nicht vor die Tür zu gehen. Billige Fertiggerichte für die Mikrowelle gibt es hier regalweise, ein rasend schnelles WLAN dazu und fertig ist das moderne Leben. Das WLAN Passwort heisst übrigens „Dreamhouse“ – in Vietnam scheint man schlecht zu schlafen!
Von jeglicher Natur abgeschnitten sitzen gerade Millionen von Vietnamesen in ihren Hochhäusern und lassen sich vom Internet berieseln. Satellitenfernsehen gibt es hier nicht mehr, stattdessen Smart-TV (ohne TV), wo man sich allenfalls kurze Nachrichtenschnipsel zu Themen wie Science, Politics oder World vorspielen lassen kann. Wozu Ausführlichkeit oder Hintergrundwissen? Nachrichten gehen auch schnell konsumierbar im Tic-Toc-Format.
Fernsehen war gestern, es herrsche die Dystopie!

Morgen gehen wir die Stadt besichtigen: das alte Postamt, Museen, ich könnte auch eine neue Hose gebrauchen und in Vietnam werden mittlerweile die meisten Jeans hergestellt.
Bis dahin haben wir uns auch akklimatisiert ...
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heiko und micha am 09. März 2025 im Topic 'Suedostasien'