Reiseblog
Es war uns von vorne herein klar, dass unser Ziel, die verschiedenen Regionen und Länder auf unserer Tour alle mit dem Bus zu erreichen, anstrengend werden würde. Aber die Fahrt nach Kambodscha war die längste unserer Strecken, und uns graute es schon vorher. 11 Stunden bei 38° mit zig Leuten eingepfercht in einen Mini-Van muss ich auch nicht noch mal haben.
Hinzu kamen noch zwei Stunden an der Grenze, wo man – trotz vorher besorgtem Visum - nicht einfach mit dem Bus durch fahren kann. Neeeeein! Man muss den Bus räumen, alles über die Grenze schleppen, die zahlreichen Grenzformalitäten erledigen, als da wären: Visumbeglaubigung, Zettel ausfüllen und abstempeln lassen, Fotos und Fingerabdrücke werden angefertigt, die unumgängliche „Hilfe“ einiger Thais (die zahlt man besser!) und dann schleppt man nach der Einreise in der sengenden Sonne seinen ganzen Kladeradatsch zu Fuss zum nächsten Bussbahnhof.
Verbesserungswürdig? Oh, ja!

Dass es trotzdem lustig ist, ist der Enge geschuldet. Ich weiss nicht wohin mit meinem Bein, aber ein Ungar neben mir schiebt einfach den Vordersitz nach vorne. Und so kommt man schnell auch mit Rumänen, Briten oder dem thailändischen Busfahrer ins Gespräch, tauscht mit toupierten Omas Kuchen oder Fotos aus oder lästert mit den Rumänen über die kambodschanische Bürokratie. Wir hatten Spass! Und als wir endlich in Siem Reap angekommen waren und ein stylisches Hotel mit Pool vorfanden, waren wir glücklich. Der härteste Teil unserer Südostasienreise ist geschafft!

Am nächsten Tag erst mal die Gegend erkunden! Hier ist alles anders! Die Menschen sind dunkelhäutiger, besitzen eine authentische Herzlichkeit und wirken sehr „kumpelhaft“, was uns liegt. Alles wirkt ein wenig altmodischer, gemütlicher als in den sonstigen hektischen Städten Asiens.
Allein die Amüsiermeilen sind so, wie man sie von überall kennt, sei es vom Ballermann oder aus Amsterdam.

Einige der Restaurants sind (auch wenn sie neuer sind) im Kolonialstil gebaut und versprühen ein besonderes Flair aus alten Tagen. Und ihr Essen (mit Einflüssen aus Frankreich, China, Thailand und Vietnam) ist einzigartig, vielfältig, unglaublich köstlich und kostet kaum etwas. So etwas habe ich noch nie gegessen!

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