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Wir hatten spontan die Idee, uns am Freitagnachmittag auf den Weg zur Tempelanlage „Wat Arun“ zu machen. Vom Hotel aus etwa eine Stunde unterwegs via „Blue Line“ und etwa 900 m Fußweg. Also auf durch die Schwüle in Richtung Metrostation, rein in den Kühlschrank namens „Metro“ dreiviertel Stunde und dann wieder raus in die schwüle Hitze, vorbei an einem kleinen „Naschmarkt“ mit mehreren überdachten Ständen für thailändisches Essen.

Irgendwie spinnte leider die Navigation am Handy, sodass wir zunächst die falsche Richtung zum Tempel einschlugen. Die Zeit etwas im Nacken sprachen wir eine freundliche Thailänderin an, die uns den weg dorthin jedoch recht schnell zeigen konnte.

So eilten wir durch kleine Gassen, bis wir an einer großen Kreuzung direkt vor dem Eingang zur Royal Thai Navy mit zwei herausgeputzten Soldaten davor stehend landeten. Links dann noch in eine Gasse voller auf Kundschaft wartenden Touristenläden, Taxen und Tuk Tuks abgebogen, und schon waren wir am Ziel, oder zumindest am Ausgang der Tempelanlage. Der sehr freundliche Wärter zeigte uns glücklicherweise den Eingang, und so konnten wir in letzter Minute kurz vor Schließung um sechs noch ein Ticket für das Innere des Tempelareals ergattern und den in das Licht der gerade untergehenden Sonne getauchten Tempels mit seinen zahlreichen Fresken und Ornamenten bestaunen.
Wat Arun Pagoden

Frauen, Männer, Jugendliche in traditionellen Gewändern nutzen wie wir das tolle Licht, um den Augenblick mit teils professionellen Fotoausrüstung einzufangen. Wir waren nicht sicher, ob es für diesen feierlichen Aufzug einen Anlass gab, trauten uns aber nicht nachzufragen.
Neben der beeindruckenden Architektur und Dimension beeindruckt die Detailverliebtheit und die Farbenpracht des Wat Arun.

Wir sind einige steile Stufen vorbei an ein paar in orange gekleideten Mönchen auf den zentralen Kern des Tempels gestiegen, um ihn auf einem schmalen Weg einmal zu umrunden und an einer Seite auf das gegenüberliegende Ufer des Chao Praya Rivers blicken zu können. Für den kleinen Park zum Ufer des Flusses hin reichte leider die Zeit nicht mehr, dafür jedoch für eine kleine Pause am Fuße des Tempels, zu der sich ein junger Thailänder gesellte und uns ansprach.
Pause zu Fuße des Wat Aruns

Dank Handys Übersetzungshilfe konnten man sich sogar einigermaßen verständigen, und wir empfahlen dem jungen Thai, der offenbar für eine begrenzte Zeit Arbeit oder ein Praktikum in Europa suchte, sich Rat bei der deutschen, französischen oder einer anderen europäischen Botschaft zu suchen, ob und wie so etwas funktionieren kann.

Schnell schossen wir noch ein paar restliche Fotos, da kamen auch schon die Aufpasser mit Trillerpfeifen und schmissen uns Besucher freundlich aber bestimmt aus der Anlage. Verständlich, auch der netteste Thai möchte irgendwann einmal Feierabend haben.

Nach Verlassen der Tempelanlage war es dann auch schon stockduster, und wir mussten uns erneut orientieren, fanden dann aber doch recht schnell den Weg – diesmal ohne Abstecher in kleine dunkle Gassen – den Weg über die gut beleuchteten Hauptstraße zurück zur Metrostation an deren Ausgang sich direkt der „Naschmarkt“ befand.

Bevor wir uns in den Kühlschrank „Metro“ zurückbegaben, wollten wir noch eben einen Happen auf dem Markt zu uns nehmen. Das gestaltete sich sprachlich gar nicht so einfach, denn Englisch ist hier nicht jedermanns oder -fraus Sache, aber irgendwie fanden wir dann doch etwas Leckeres, zwei kühle Colas und sogar einen freien Sitzplatz in dem regen Geschehen dort.

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